Veranstaltungen und Termine:



1. - 11. AUG 2019

Uckermarkgelände

Safe the date: Baucamp 2019

weitere Infos folgen


21. APR 2018

14.30 Uhr, Gedenkfeier Uckermarkgelände

73. Jahrestag der Befreiung

Am Samstag, dem 21.04.2018 findet um 14.30 Uhr eine Gedenkfeier zum 73. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark statt.

mit Redebeiträgen von Überlebenden des KZ Uckermark und Angehörigen, von Ibrahim Arslan (Überlebender des rassistischen Brandanschlags 1992 in Mölln) u.a.
Übersetzung in polnisch und englisch (Deutsche Gebärdensprache angefragt)

Musik von LEBENSLAUTE

Im Anschluss wird um ca. 16.30 Uhr das Theaterstück „Nicht Vergessen“ aufgeführt, das sich mit dem Ort, seiner Geschichte und mit Erinnerungskultur auseinandersetzt.

Shuttle ab 13.45 Uhr vor dem Besucher*inneninformationszentrum (BIZ) der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Bei schlechtem Wetter wird ein Alternativort für die Gedenkfeier ausgeschildert bzw. hier auf der Website www.gedenkort-kz-uckermark.de bekannt gegeben.

Den Flyer können Sie gern als Einladung für die Gedenkfeier ausdrucken und weitergeben.


20. Jan 2018

20. Januar bis 9. Februar 2018, Bistum Speyer
HA II Schulen, Hochschulen und Bildung :

Ausstellung "Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und späterer Vernichtungsort KZ Uckermark

Das Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen Uckermark wurde im Frühjahr 1942 von Häftlingen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet. 1945 zählte das Lager ca. 1000 Mädchen und junge Frauen. Ein Erlass von 1937 über die "vorbeugende Verbrechensbekämpfung" hatte die Inhaftierung von als "asozial" kriminalisierten Mädchen möglich gemacht.

Im Januar 1945 wurde auf dem Gelände ein Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern gebaut. Bis April 1945 wurden dort ca. 5000 Frauen umgebracht. Bis heute ist wenig über die Geschichte dieses Konzentrationslagers bekannt. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den "vergessenen Verfolgten" des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.


Feier zum 73. Jahrestag der Befreiung:
Jugendkonzentrationslager und späterer Vernichtungsort Uckermark am 21.4.2018

Aktuelle (Kurz-)Mitteilungen:

Polnische Nationalist_innen provozieren erneut in Ravensbrück!
Aufforderung an die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück endlich zu handeln!

Seit den letzten Jahren werden die Feierlichkeiten zum Gedenken an die Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück immer massiver von polnischen Nationalist_innen gestört. So auch dieses Jahr am 22. April 2018. Nationalistische Symbole auf Armbinden paramilitärischer Kleidung, Fahnen und Bannern werden (nicht nur) von aggressiven jungen Männern offen getragen. Wie berechnend sie diese Symbolik einsetzen, zeigt unter anderem das punktgenaue Auftauchen einer Flagge der Narodowe Siły Zbrojne (Nationale Streitkräfte, NSZ) zu Beginn des jüdischen Kaddisch-Gebets. Diese Organisation ist für die Ermordung von Jüd_innen und Kommunist_innen sowie für ihre Kollaboration mit den Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt.

Zwar beschwor die Gedenkstättenleiterin Insa Eschebach auch in ihrer diesjährigen Rede eine Europäisierung des Gedenkens. Doch statt den vielfältigen (National-)Fahnen früherer Jahre, die die Herkunft der Häftlinge des Konzentrationslagers kennzeichneten, steht sie jetzt nur noch einem Meer von polnischen Fahnen gegenüber. Schon in den Vorjahren waren sowohl Mitarbeiter_innen der Mahn- und Gedenkstätte als auch Besucher_innen am Rand der Gedenkveranstaltung massiv bedroht, beschimpft und abfotografiert worden. In diesem Jahr ist die Situation jedoch auf der Gedenkveranstaltung selbst eskaliert: Mehrere polnische Nationalist_innen stellten sich demonstrativ direkt vor das Banner der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis, um dieses sowie die dazugehörenden antifaschistischen Flaggen zu verdecken. Die Gruppe der Nationalist_innen wurde immer größer, ihr Auftreten war bedrohlich. So fotografierten sie ständig die Gesichter derjenigen, die um das Banner der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis standen. Als sie von Besucher_innen aufgefordert wurden, ihre nationalistischen Transparente wieder einzurollen und etwas weiter wegzugehen, reagierten sie laut und aggressiv und es kam fast zu Handgreiflichkeiten. Das Auftreten der polnischen Nationalist_innen – nicht nur bei diesem Zwischenfall – hat die Gedenkfeier so massiv gestört, dass für viele ein Gedenken nicht mehr möglich war.

Einige Mitarbeiter_innen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück versuchten spontan, in die angespannte Situation einzugreifen, um Schlimmeres zu verhindern. Ein Handeln der Mahn- und Gedenkstätte von offizieller Seite blieb jedoch aus. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre hatte die Mahn- und Gedenkstätte im Vorjahr angekündigt, eine Strategie zum Umgang mit diesem immer massiveren Problem entwickeln zu wollen. Doch das ist anscheinend nicht passiert. Im Gegenteil: Sogar der kleine Vermerk auf der Einladung im Vorjahr, dass nationalistische Symbole auf der Gedenkfeier nicht erwünscht seien, fehlte in diesem Jahr wieder.

Wir fordern die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück auf:
* ihre Besucher_innen (insbesondere die Überlebenden und deren Nachkommen!) vor rechten, nationalistischen Bedrohungen zu schützen und eine Atmosphäre zu schaffen in der ein Gedenken möglich ist
* sich eindeutig gegen Nationalismus sowie Antisemitismus und Rassismus in all ihren Ausprägungen zu positionieren
* endlich eine umfassende Strategie zu entwickeln, um zukünftig Provokationen von Nationalist_innen zu verhindern
* schon bei der Einladung zur Gedenkfeier klar zu machen, dass nationalistische Symbole unerwünscht sind
* von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Nationalist_innen vom Gelände der Mahn- und Gedenkstätte zu verweisen, wenn sie ihre Provokationen (durch entsprechende Symbole und ihr Verhalten) nicht einstellen
* ihre Einladungspolitik so zu gestalten, dass kritische und fortschrittliche Stimmen mehr Gehör bekommen und nicht Vertreter_innen einer reaktionären, repressiven, rechten Politik weiter gestärkt werden

Wir finden es notwendig mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und anderen, die sich dort engagieren, daran zu arbeiten, dass Nationalismus an diesem Ort und im Besonderen bei den Gedenkveranstaltungen zukünftig keinen Platz mehr hat.

April 2018
Einige Teilnehmende aus der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

www.gedenkort-kz-uckermark.de
Kontakt: info@gedenkort-kz-uckermark.de

Diese Erklärung als pdf zum Ausdrucken, weiterleiten...

Unser Kommentar zu unserem Flyer: Linke Politik und akademische Sprache - Offener Brief zu Klassismus auf linken Veranstaltungen

Offener Brief/Flyer (Frühjahr 2016) zum Herunterladen/weiterlesen

Wir haben uns entschieden, die Druckversion des Flyers(Frühjahr 2016) in der bisherigen Form nicht weiterzuverbreiten, sondern eine überarbeitete Fassung zu erstellen. Bis diese fertig ist, wollen wir den ursprünglichen Flyer aber noch nicht von der Homepage nehmen. Einfach weil wir es wichtig finden, dass das Thema Klassismus und unsere Diskussionen sichtbar werden. Ergänzen möchten wir den Flyer aber schon an dieser Stelle mit der Kritik, die uns erreicht hat und dem Stand unserer bisherigen Auseinandersetzung dazu:

Wir schreiben in der Einleitung, dass das Thema Klassismus und linke akademische Sprache "an uns herangetragen wurde". Dieser Satz klingt sehr sachlich und schmerzfrei. Richtiger ist, zu schreiben, dass es oft mit viel Beharrlichkeit, mit Verletzung und Konflikt verbunden war, das Thema Klassismus "auf den Tisch zu bringen". Viel zu oft stieß das Thema auf die Ignoranz der von Klassismus Profitierenden und die Auseinandersetzung fand/findet auf Kosten der von Klassismus Betroffenen statt.

Daran knüpft auch der zweite Kritikpunkt an: Dass der Brief so klingt, als ginge uns aus der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark die von uns geschriebene Kritik und Fragen nichts (mehr) an, weil wir das "schon überwunden haben". Wir wollten nicht überheblich sein, sondern sind uns bewusst, dass auch wir immer wieder klassistische Ausgrenzung produzieren, nicht bemerken oder verharmlosen. Wir sind noch mitten auf dem Weg, uns für klassistische Ausgrenzung zu sensibilisieren und deren Wahrnehmung nicht (ausschließlich) den von Klassismus Betroffenen zu überlassen.

Der dritte Kritikpunkt, der uns erreichte, betrifft den Begriff "Fachsprache": In unserem Flyer setzen wir die akademische Sprache mit einer Berufsfachsprache gleich. Diese Argumentation entpolitisiert akademische Sprache und verharmlost die damit stattfindende Ausgrenzung. Die akademische Sprache wird dazu benutzt eine Elite zu erhalten. Menschen, die akademische Sprache unreflektiert benutzen, tuen dieses gerne mit einer Haltung, die sagt, das dies die einzige Möglichkeit wäre sich tiefergehend mit dem Inhalt zu beschäftigen. Sie schüchtern damit ein und grenzen Menschen aus. Sie mit "beruflicher Fachsprache" gleichzusetzen und sie im gleichen Moment auch für manche Kontexte als erleichternd zu beschreiben, ist keine Position, die wir weiterhin vertreten wollen.

Danke nochmals an alle, die unseren Flyer aufmerksam gelesen haben und uns ihre Kritik und ihren Ärger mitgeteilt haben.

...dass das heute noch immer so ist - Kontinuitäten der Ausgrenzung - DVD

Dokumentarfilm der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. "...dass das heute noch immer so ist-Kontinuitäten der Ausgrenzung" wieder als DVD erhältlich. Der 60minütige Film schildert exemplarisch die Geschichte von Verfolgung und Stigmatisierung sogenannter Asozialer im Nationalsozialismus.

Maria Potrzeba wurde vorgeworfen, eine sexuelle Beziehung zu dem polnischen Zwangsarbeiter Florian Spionska zu haben. Sie war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt. Nach einem Verhör durch die Gestapo wurde sie in das Jugendkonzentrationslager Uckermark eingeliefert.
Die polnischen Zwangsarbeiter Florian Spionska und Josef Goryl wurden öffentlich gehängt.
Maria leidet bis heute unter der Verfolgung. Wie in allen Familien gibt es auch in ihrer Familie generationsübergreifende Auswirkungen der Verfolgungsgeschichte. In Interviewsequenzen erzählen Nichten und Neffen, wie sie von der Verfolgung ihrer Tante erfahren haben und was diese Geschichte für sie bedeutet.

In vielen deutschen Orten gibt es vermutlich ähnliche Geschichten der Verfolgung und Ausgrenzung. In Marias Heimatort Asbeck wird sich seit Jahren um eine Aufarbeitung der Geschichte bemüht.

Der Film hat polnische, englische und deutsche Untertitel. Eine DVD ist gegen Spende zu beziehen www.film-kontinuitaeten-heutenoch.de

Irma Trksak ist am 11.7.2017 verstorben. Sie wird uns fehlen! Nachruf für Irma Trksak

Bitte lesen Sie unseren Nachruf und lesen Sie auch das Portrait von Irma Trksak und einen Nachruf der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundinnen - www.ravensbrueck.at/die-lagergemeinschaft/portraits/irma-trksak/

Maria ist in der Nacht zum 25.2.2017 gestorben. Sie wird uns fehlen! Nachruf für Maria Potrzeba

Wir sind ihr unendlich dankbar für ihren Mut, ihr Vertrauen in uns und unsere Arbeit und für alles, was sie mit uns geteilt hat.

Bitte lesen Sie unseren Nachruf

Baucamp 2015 - ein Bericht

Hier ist der Bericht des Bau- und Begegnungscamp 2015. Wir wünschen euch spannendes Lesen!

"Wir brauchen die Erinnerung, Solidarität und menschliche Wärme für eine friedliche Zukunft" - Nachruf für Sieglinde Helmsdorf

Leider müssen wir die traurige Nachricht übermitteln, dass Sieglinde Helmsdorf verstorben ist. Viele von Euch kannten sie oder waren bei ihren Lesungen.

Bitte lesen Sie den Nachruf, der in Zusammenarbeit mit dem Bau- und Begegnungscamp 2015 und Freund_innen entstanden ist

Wir werfen nicht das Handtuch...

Liebe Mitstreiter_innen, Genoss_innen, Unterstützer_innen und auch Kritiker_innen!
Nachdem wir unsere Erklärung "Die Uckermark AG ist gescheitert und hat keine Berechtigung mehr!" veröffentlicht haben, haben wir viele Reaktionen und Rückmeldungen bekommen. Einige davon haben unseren Schritt bedauert und haben ihn kritisch gesehen. Manche meinten, dass wir "das Handtuch werfen". Doch die meisten konnten unseren Schritt gut nachvollziehen und haben uns in unserer Entscheidung bestärkt. Wir wollen euch/Ihnen für die zahlreichen Rückmeldungen danken. Und wir versichern: Wir werfen nicht das Handtuch, sondern im Gegenteil – mit so viel Zuspruch und Rückendeckung machen wir frisch gestärkt mit unserer langjährigen Arbeit weiter.
Vielen Dank und herzliche Grüße,
Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
Im Spätsommer 2015

Die Uckermark AG ist gescheitert und hat keine Berechtigung mehr!

Als INITIATIVE FÜR EINEN GEDENKORT EHEMALIGES KZ UCKERMARK E.V. erklären wir hiermit unseren Austritt aus dem Gremium, das von uns mitinitiiert wurde, um gemeinsam mit unterschiedlichen Verbänden, Initiativen und Organisationen über das Erinnern, Mahnen und Gedenken auf dem Gelände des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark zu diskutieren und eine Umsetzung verschiedener Gedenkformen zu verwirklichen.
Diese Ziele sind am intransparenten und machtpolitischen Auftreten der Vertreter_innen der staatlichen Gedenkinstitutionen gescheitert.

Bitte lesen Sie unsere Erklärung

Aus den vergangenen Jahren hier angekündigte Veranstaltungen und die Kurzmitteilungen mit thematischem Bezug zum JugendKZ und späteren Vernichtungsort Uckermark sammeln wir zur Dokumentation im Archiv als jeweiliges Jahresdokument (pdf).