Veranstaltungen und Termine:


15. MRZ 2017

19 Uhr, Berliner Dom, Sophie-Charlotte-Saal

Erinnern an Charlotte Kroll

Charlotte Kroll ist am 13.12.2016 verstorben. Ihr bewegtes Leben, ihre Geschichte von Verfolgung und Leid, aber auch ihr Mut und ihr langjähriger Einsatz gegen das Vergessen haben uns berührt und geprägt. Unterschiedlich sind wir Wege und Lebensabschnitte mit ihr mitgegangen. Wir möchten alle, die ihr nahestanden, die sie kannten und gerne hatten, einladen, sich zusammen mit uns von ihr zu verabschieden und aus ihrem Leben zu erzählen.

Bringt eure Erinnerungen an sie mit.

Käthe Dost (Lagergemeinschaft Ravensbrück/ Freundeskreis e.V.), Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V., Thomas Kunz, Angi Meyer, Matthias Heyl, Regina Sydow / Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück, Silke Radosh-Hinder (Kirchenkreis Berlin Stadtmitte)


06. Feb 2017

19:30 Uhr, Köln, Universität, Hörsaalgebäude, Hörsaal G, Albertus Magnus Platz

Vortrag: Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und späterer Vernichtungsort KZ Uckermark

Das Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen Uckermark wurde im Frühjahr 1942 von Häftlingen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet. 1945 zählte das Lager ca. 1000 Mädchen und junge Frauen. Ein Erlass von 1937 über die "vorbeugende Verbrechensbekämpfung" hatte die Inhaftierung von als "asozial" kriminalisierten Mädchen möglich gemacht.

Im Januar 1945 wurde auf dem Gelände ein Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern gebaut. Bis April 1945 wurden dort ca. 5000 Frauen umgebracht. Bis heute ist wenig über die Geschichte dieses Konzentrationslagers bekannt. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den "vergessenen Verfolgten" des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.

Mit Chris Rotmund (Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus & Homophobie.


31. Jan 2017

19 Uhr, Honigfabrik, Industriestraße 125, Hamburg

Zeitzeuginnengespräch mit Ilse Heinrich: Spiel auf Zeit - NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung

Ilse Heinrich wurde als sogenannte "Asoziale" kriminalisiert und im August 1944 im KZ Ravensbrück inhaftiert. Sie berichtet über ihre Verfolgung, ihre Inhaftierung und ihr weiteres Leben.
Danach Lesung und Lichtbildvortrag mit Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch aus dem neu erschienenen Buch "Spiel auf Zeit". In dem Buch wird Ilse Heinrich zusammen mit anderen Zeitzeug_innen porträtiert.
Die letzten Überlebenden NS-Verfolgten sterben und es stellt sich die Frage, wie die Erinnerung an die Erfahrungen und an die NS-Verbrechen weiterhin lebendig gehalten werden sollen. Dazu berichtet die "Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark" von ihrer Arbeit und ihrem Ansatz des "Offenen Gedenkens". Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch schildern anhand der Reportagen ihres Buches, inwiefern die sogenannten Wiedergutmachung der Bundesrepublik mehr einem Mythos als einem Modell gleicht. Eine Veranstaltung des Infoladen Wilhelmsburg und der GEW Studis.

An biografischen Beispielen ausgegrenzter NS-Verfolgter, die für nicht aufgearbeitete Verbrechen, für "offene Rechnungen" der Geschichte stehen, schildert der Vortrag ihre bis heute andauernden Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung und wie sie ihre Geschichte durch juristische und politische Arbeit vor dem Vergessen bewahren wollen.

Die Journalistin Nina Schulz und die Fotografin Elisabeth Mena Urbitsch arbeiten seit 2005 als Team zusammen. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Reportagen zu erinnerungspolitischen Themen. Ihre Reportage »Spiel auf Zeit« zu Überlebenden des Nationalsozialismus und deren Kampf um ihre Ghetto-Renten wurde 2010 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. 2015 bekamen sie diesen Preis ein zweites Mal für ihre Reportage "Hasenbrote" aus der Reihe "Offene Rechnungen", in der sie die andauernden Auseinandersetzungen von NS-Verfolgten um Anerkennung und Entschädigung darstellen.

Diese Info hier noch mal zum Ausdrucken herunterladen.


Aktuelle (Kurz-)Mitteilungen:

Baucamp 2015 - ein Bericht

Hier ist der Bericht des Bau- und Begegnungscamp 2015. Wir wünschen euch spannendes Lesen!

"Wir brauchen die Erinnerung, Solidarität und menschliche Wärme für eine friedliche Zukunft" - Nachruf für Sieglinde Helmsdorf

Leider müssen wir die traurige Nachricht übermitteln, dass Sieglinde Helmsdorf verstorben ist. Viele von Euch kannten sie oder waren bei ihren Lesungen.

Bitte lesen Sie den Nachruf, der in Zusammenarbeit mit dem diesjährigen Bau- und Begegnungscamp und Freund_innen entstanden ist

Wir werfen nicht das Handtuch...

Liebe Mitstreiter_innen, Genoss_innen, Unterstützer_innen und auch Kritiker_innen!
Nachdem wir unsere Erklärung "Die Uckermark AG ist gescheitert und hat keine Berechtigung mehr!" veröffentlicht haben, haben wir viele Reaktionen und Rückmeldungen bekommen. Einige davon haben unseren Schritt bedauert und haben ihn kritisch gesehen. Manche meinten, dass wir "das Handtuch werfen". Doch die meisten konnten unseren Schritt gut nachvollziehen und haben uns in unserer Entscheidung bestärkt. Wir wollen euch/Ihnen für die zahlreichen Rückmeldungen danken. Und wir versichern: Wir werfen nicht das Handtuch, sondern im Gegenteil – mit so viel Zuspruch und Rückendeckung machen wir frisch gestärkt mit unserer langjährigen Arbeit weiter.
Vielen Dank und herzliche Grüße,
Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
Im Spätsommer 2015

Die Uckermark AG ist gescheitert und hat keine Berechtigung mehr!

Als INITIATIVE FÜR EINEN GEDENKORT EHEMALIGES KZ UCKERMARK E.V. erklären wir hiermit unseren Austritt aus dem Gremium, das von uns mitinitiiert wurde, um gemeinsam mit unterschiedlichen Verbänden, Initiativen und Organisationen über das Erinnern, Mahnen und Gedenken auf dem Gelände des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungslagers Uckermark zu diskutieren und eine Umsetzung verschiedener Gedenkformen zu verwirklichen.
Diese Ziele sind am intransparenten und machtpolitischen Auftreten der Vertreter_innen der staatlichen Gedenkinstitutionen gescheitert.

Bitte lesen Sie unsere Erklärung

Aus den vergangenen Jahren hier angekündigte Veranstaltungen und die Kurzmitteilungen mit thematischem Bezug zum JugendKZ und späteren Vernichtungslager Uckermark sammeln wir zur Dokumentation im Archiv als jeweiliges Jahresdokument (pdf).